Geschichte der Straßenbahn in Lippe
Die „Plattdeutschen Freunde“ haben sich von Werner Zahn die Geschichte der Straßen bahn in Lippe näher bringen lassen. An die Endhaltestelle am ehemaligen „Eichenkrug“ erinnern ein historisches Foto an einem Schaltkasten an der Kreuzung und das Straßenbahndenkmal im „Begegnungs- und Erinnerungspark Pivitsheider Tor“.

Bericht über die Arbeit der Plattdeutschen Freunde Pivitsheide
Mitgliederversammlung 25.2.2023 Manfred Brinkmann
Liebe Mitglieder im Heimat- und Verkehrsverein Pivitsheide VL
Wie Ihr wißt, versuchen wir in unserer Gruppe das Lippische Platt am Leben zu erhalten. Auch wenn unser Platt von vielen als sterbende Sprache empfunden wird.
Auf unseren monatlichen Klönabenden wird dieses Platt also eher aus gedruckten Geschichten vorgelesen, weitestgehend früherer Lippischplatt-Schreiber. Einige von uns haben aber doch den Mut, sich selber in Platt beim Klönen auszudrücken.
Und wir ermutigen damit die anderen, es auch zu wagen.
Das Norddeutsche Platt ist nun mal eine eigene Sprache (UNESCO -anerkannte Minderheitensprache), die man aber erlernen kann. Oder das in der Kinderzeit von den Älteren im Ohr Behaltene wieder zurückerinnern.
Wir treffen uns einmal im Monat an jedem 2.Dienstag in der AWO – Oerlinghauser Str. 101 und sind sehr froh darüber, dass wir dort als Gäste freundlich und entgegenkommend aufgenommen werden, nachdem uns keine Gaststätte mehr zur Verfügung steht.
Im Jahresdurchschnitt trafen wir uns in 2022 monatlich mit 15 bis 16 Personen.
Als Mitglieder zählen wir alle, die beim Lippischen Heimatbund als Beitrag zahlende Gruppenmitglieder der Plattdeutschen Freunde Pivitsheide gemeldet sind, als einer der gegenwärtig 71 Vereine im Heimatbund.
Da konnten wir im vergangenen Jahr 10 Personen dazu gewinnen. 4 Hauptmitglieder und 6 Familienmitglieder. Damit jetzt insgesamt 49 Personen.
Beim Vorwärtsstreben wegen Mitgliedern haben wir dabei mittlerweile auch Seiteneinsteiger.Das heißt, aus anderen Orten als Pivitsheide VL, z.B. Pivitsheide VH, Hörste und Heidenoldendorf.
Immerhin sind wir in Lippe die einzige Gruppe im Heimatbund, die sich im Namen als Plattdeutsche Freunde ausgibt. Das spornt uns an.
Neben unseren monatlichen Treffen, nach Corona erstmalig wieder im April 2022, trafen wir uns am 20.Oktober mit 29 Personen wieder zu unserem jährlichen Pickertessen im Haus Berkenkamp.
Auch unseren jährlichen Tagesausflug konnten wir wieder erleben, diesmal ins niederländische Ausland, nach Ootmarsum, am 25.Oktober mit 40 Personen. Da waren wieder mal etliche Sympathisanten des Plattdeutschen dabei. Auf der Rückfahrt besichtigten wir eine echte Holzschuhfabrik in De Lutte, mit praktischer Vorführung, wie man früher die Holzschuhe machte und, wie heute noch auf Anfrage produziert wird. Den Tip Ootmarsum erhielten wir von Janke Waltking, zur Holzschuhfabrik vermittelte uns Manfred Heetjans Das Lippische Plattdeutsche Treffen fand seit 2020 auch wieder statt, am 6.November 2022 im Hörster Krug.
Da waren wir aktiv mit 2 Vortragenden auf dem Programm vertreten. Aus Pivitsheide sind dort immer zahlreiche Gesichter zu sehen, nicht nur unsere monatlich kommenden Mitglieder.
Adventlich beleuchtet hatten wir unseren Klönabend-Raum in der AWO am 13.Dezember 2022, zu unserem Glönnijen Wüin, Glühwein mit oder ohne Schlagsahne.
Unser jährliches Weihnachtsessen hatten wir diesmal auf den 11.Januar 2023 verschoben, zu viele Restaurants besetzt vor Weihnachten. Diesmal Schnitzelessen im Kohlpott. Da speisen wir dann auf Kosten der Beitrags-Rückvergütungen, die wir vom Heimatbund zurückerhalten haben.
Zum plattdeutsch Klönen kann man sich auch jeden letzten Donnerstag im Monat morgens um 10.00 -11.30 Uhr bei dem Plattdeutschen Klöntreff der evangelischen Kirche treffen, bei Kaffee und Tee in der Albert Schweitzer Strasse 78.
Einige unserer Plattdeutschen Freunde gehen auch dorthin.
Danke für Eure Aufmerksamkeit
Tagesfahrt 2024 der Plattdeutschen Freunde Pivitsheide nach Hann-Münden
Am 9. Juli 2024 war es wieder so weit. Die jährliche Tagesfahrt ging diesmal wieder bei bestem Wetter mit 38 Plattdeutschen und ihren Freunden und Bekannten in das Fachwerkjuwel Hann. Münden.
Von der Strate Brauerei mit Bierspezialitäten und von Markant Markt mit Wurst, Käse und Wasser versorgt, fuhren wir zunächst nach Brakel in das romantische Café Tante Erna, wo wir ein reichhaltiges Frühstückbüfett genießen konnten.


Gut gestärkt konnte die Weiterfahrt nach Hann Münden angetreten werden.
Zwei sehr unterhaltsame Stadtführer führten uns zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten, wo sie uns mit kleinen Anekdoten wichtige historischen Begebenheiten erzählten. Eine Gruppe wurde von Dr. Eisenbart in historischem Gewand geführt.
Prachtvolle Bauten dicht an dicht, stimmungsvolle Gassen, imposante Fachwerkgebäude, so erlebten wir die mittelalterliche Fachwerkstadt. Die zwischen 1155 und 1183 gegründete Stadt gelangte durch das von Herzog Otto I. von Braunschweig 1247 verliehene „Stapelrecht“ schnell zu Wohlstand und Reichtum. Der besondere Reichtum an Fachwerkformen und -stilen geht auf diese Zeit zurück. Dank intensiver Sanierungsbemühungen zählt Hann. Münden heute zu einer Fachwerkstadt von europäischem Rang.

Sehenswürdigkeiten:
Renaissance-Rathaus (1603-1668) mit Dr. Eisenbart-Glockenspiel täglich um 12:00 und 15:00 Uhr, St. Blasius-Kirche, St. Aegidien-Kirche (Grabmal Dr. Eisenbart), Werrabrücke (1327), Weserliedanlage, Tillyschanze, Welfenschloss, usw.

Die Mittagspause verbrachten wir vor dem prächtigen Rathaus, wo wir das Glockenspiel mit Dr. Eisenbart erleben konnten.
Auf der Rückfahrt nach Pivitsheide lasen uns Manfred Brinkmann und Rosemarie Schulz das Märchen von Dornröschen vor. Manfred hatte das extra für uns auf Plattdeutsch übersetzt.
Da wir das Dornröschen Schloss (Sababurg) aufgrund von Baumaßnahmen nicht besichtigen konnten, legten wir noch einen Zwischenstopp im Schloss Gehrden ein, wo Manfred Heetjans, der die gesamte Tour hervorragend gestaltet hatte, spontan einen Kaffeeklatsch für uns organisierte.


Nach diesem abwechslungs- und erlebnisreichen Tag kamen alle wohlbehalten und pünktlich um 18:30 wieder in Pivitsheide an.
Text und Fotos: Prof. Dr. Horst Meier




